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Kampagnen & Aktionen

Faire Kakaopreise Jetzt!

Unsere Protestaktion für faire Preise und Schokolade ohne Kinderarbeit.

von Keshia Acheampong
Veröffentlicht 11. MÄRZ 2024

Auch in diesem Jahr sind deutschlandweit wieder Osterhasen unterwegs und protestieren für faire Schokolade. Bereits zum zwölften Mal ruft INKOTA zum Streik der Osterhasen auf. Noch immer ist es erschütternde Realität: In fast jedem Schokoei zu Ostern steckt Kinderarbeit.

Faire Kakaopreise Jetzt!

Der Hauptgrund für Kinderarbeit im Kakaoanbau ist Armut. Faire Preise beugen Kinderarbeit vor: ein großer Schritt, um Kinderarbeit im Kakaoanbau zu beenden wäre es, wenn Schokoladenunternehmen den Kakaobäuer*innen endlich einen fairen Preis bezahlen. Daher fordern wir gemeinsam mit vielen Aktiven von Milka, Lindt und Co. Schokolade muss endlich fair werden!

Mitmach-Aktion

Faire Kakaopreise jetzt!

Fordert mit uns Milka, Nestlé, Lindt & Co. auf, einen fairen Preis für Kakao zu bezahlen.

Jetzt Petition unterschreiben!

In über 30 Städten gehen zwischen Anfang März und Mitte April Aktivist*innen als Osterhasen verkleidet auf die Straße. Sie fordern ein Ende der unfair niedrigen Preise und informieren Passant*innen über die Bedingungen im Kakaoanbau. Das Erschreckende:  Bei Kakaobauern und -bäuerinnen kommen vom Preis an einer handelsüblichen 100 g Tafel in Deutschland lediglich 8 Cent an, während der Anteil der Schokoladenunternehmen fast viermal so hoch liegt (23 Cent).

Faire Schokolade schützt vor Kinderarbeit

Die bittere Realität ist, dass allein in den Ghana und Côte d’Ivoire 1,5 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen, weil ihre Eltern sich keine bezahlten Arbeitskräfte leisten können. In Côte d’Ivoire müsste sich der Kakaopreis mindestens verdoppeln, um existenzsichernd zu sein.

Verbraucher*innen können den Protest unterstützen und unsere Petition an die acht größten Schokoladenunternehmen unterzeichnen. Alle gesammelten Unterschriften werden an die Schokoladenindustrie Ende 2024 übergeben.

Konkret fordern wir von Milka, Nestlé, Lindt &  Co.:

  1. Zahlen Sie bis 2025 einen existenzsichernden Kakaopreis – an alle Kakaobäuer*innen in Ihrer Lieferkette.
  2. Vereinbaren Sie bis 2030 faire und langfristige Lieferverträge – mit allen Kakao-Kooperativen in Ihrer Lieferkette.
  3. Stellen Sie bis 2025 wirksame Beschwerdemechanismen bereit, damit Kakaobäuer*innen Vertragsverletzungen melden können.
  4. Veröffentlichen Sie einen Aktionsplan, der sicherstellt, dass alle Kakaobäuer*innen in Ihrer Lieferkette bis 2030 über ein existenzsicherndes Einkommen verfügen.

jetzt für faire Kakaopreise unterschreiben

Mitmach-Aktion

Faire Kakaopreise jetzt!

Fordert mit uns Milka, Nestlé, Lindt & Co. auf, einen fairen Preis für Kakao zu bezahlen.

Jetzt Petition unterschreiben!

Faire Kakaopreise sind ein Anfang. Derzeit steigen auch die Preise für Nahrungs- und Düngemittel weltweit stark. Damit Kakaobauern und -bäuerinnen besser gegen Preisschwankungen geschützt werden, brauchen sie langfristige und verlässliche Lieferverträge. Nur so können sie auf ausbeuterische Kinderarbeit verzichten und in einen nachhaltigen Kakaoanbau investieren.

Der Weltmarktpreis geht durch die Decke, doch Bauern bekommen nix

Derzeit werden die Folgen für das Preisdumping der Schokoladenindustrie deutlich. Jahrelang fehlten den Kakaobäuer*innen die finanziellen Mittel, um in ihre Kakaofarmen zu investieren. Die Bäume sind veraltet und anfällig für Schädlinge. Sie sind für klimabedingten Wetterextremen nicht gewappnet. In den vergangenen Monaten hat es starke Regefälle gegeben und es ist zu einem massiven Schädlingsbefall gekommen. In der Folge sind die Ernteerträge allein in Côte d’Ivoire um 39 Prozent zurückgegangen. Der Weltmarktpreis für eine Tonne Kakao verzeichnet mit über 6.000 US-Dollar ein Redordhoch. Während Konsument*innen in Deutschland nun befürchten, dass ihre Schokoosterhasen teurer werden, fürchten Kakaobäuer*innen um ihre Existenz. Denn wer weniger erntet, kann weniger Kakao verkaufen. Somit bleiben die Menschen in den Kakaoanbauregionen weiter arm. Verschärft wird ihre Situation durch steigende Kosten für Düngemittel und Transport.

Außerdem wird in Ghana und Côte d’Ivoire der Preis, den die Bauern für ihren Kakao bekommen, staatlich festgelegt. Dieser wurde im Oktober 2023 angehoben. In der Côte d’Ivoire wird der Preis für die Nebensession zum 01. April verkündet. Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Höhe die Regierung den höheren Preis weitergibt.

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Etwa 800.000 Kleinbäuerinnen und -bauern leben in Ghana vom Kakaoanbau - in diesem Video berichten sie, warum sie einen fairen Kakaopreis brauchen.

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