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Zusammenfassung des Weltagrarberichts
(PDF, 190 KB)
Ergebnisse des Weltagrarberichts - PPt-Präsentation von Hans Herren
(PDF, 1.4 KB)
Die Zukunft der Landwirtschaft - Fachartikel zum Weltagrarbericht von Benny Haerlin
(PDF, 115 KB)
Radio LORA München: Interview mit Evelyn Bahn zu Welternährung
(PDF, 5,6 MB)
„Für eine Welt ohne Hunger“ - Aufruf zur Bundestagswahl
(PDF, 375 KB)
Diskussion im Bundestag zum Weltagrarbericht
(PDF, 189 KB)
„Business as usual is not an option – Weiter wie bisher ist keine Option mehr!“ – Zu diesem Schluss kommen über 400 Experten im Weltagrarbericht, der auf Initiative der Weltbank und der Vereinten Nationen in vierjähriger Arbeit erstellt wurde. Die zentrale Botschaft der Autoren lautet: „Die Landwirtschaft in ihrer heutigen Form hat keine Zukunft.“ Zumindest wenn es darum geht, weltweit das Menschenrecht auf Nahrung umzusetzen und den Klimawandel aufzuhalten. Denn obwohl in der Vergangenheit durch die industrielle Landwirtschaft, erhebliche Produktivitäts- und Mengensteigerungen erzielt werden konnten, steigt die Zahl der weltweit Hungernden weiter an. Der Anbau von Monokulturen, der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln und die vermehrte Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut, haben in den vergangnen Jahren bereits ein Drittel der fruchtbaren Böden zerstört. Von der industriellen Produktionsweise haben insbesondere große Agrarkonzerne profitiert. Leittragende sind insbesondere Kleinbäuerinnen und -bauern.

Für die Autoren steht fest, dass Hunger und Armut nachhaltig nur lokal bekämpft werden können. In den Kernaussagen des Weltagrarberichts fordern sie eine radikale Wende in der landwirtschaftlichen Produktion. Es bedarf ökologisch ausgerichteter Produktionsweisen, die vermehrt Kleinbäuerinnen und -bauern sowie eine Rückbesinnung auf traditionelle Anbaumethoden ins Zentrum stellen.
Im April 2008 unterzeichneten 60 Regierungen den Weltagrarbericht. Auch wenn der Bericht allein noch niemanden satt macht, setzten die Regierungen damit ein klares Zeichen für ein Umdenken in der weltweiten Agrarpolitik. Die Bundesregierung hat sich bis heute jedoch nicht zu dem Bericht bekannt. Gemeinsam mit anderen NGOs und Wissenschaftlern fordert INKOTA die Bundesregierung auf, den Bericht zu unterzeichnen und seine Empfehlungen umzusetzen.