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INKOTA-Infoblatt: Grüne Gentechnik –
10 Fragen und Antworten
(PDF, 142 KB)
„Für eine Welt ohne Hunger“ - Aufruf zur Bundestagswahl 2009
(PDF, 375 KB)
Antworten der Bundestagsparteien zum Aufruf
(PDF 9,6 MB)
Radio LORA München: Interview mit Evelyn Bahn zu Welternährung
(mp3, 5,6 MB)

Als 2008 weltweit gegen die steigenden Lebensmittelpreise protestiert wurde, verkündete der Agrarkonzern Monsanto ein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2030 werde man Saatgut entwickeln, das die Erträge von Mais, Soja und Baumwolle verdoppele. Mit dem Versprechen, den Hunger in der Welt abzuschaffen, versucht die Gentechnik-Industrie, die Öffentlichkeit von ihrem Nutzen zu überzeugen. Doch Vorsicht ist geboten: Die Versprechen entpuppen sich allzu oft als Wunschträume und haben für Kleinbauern in den Entwicklungsländern mehr Nach- als Vorteile. Viele Kleinbauern haben sich bereits hoch verschuldet, um die patentierte Gentechsaat samt den dazugehörigen Dünger und Pestiziden zu kaufen. Doch die gewünschten Ertragssteigerungen erfüllen sich nicht.
Derzeit werden auf rund 7,5 Prozent der Ackerflächen weltweit gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Es besteht die Gefahr, dass diese Fläche sich auch ungewollt weiter vergrößert: Durch Pollenflug kann sich genmanipuliertes Erbgut unkontrolliert verbreiten. Auch andere Pflanzenarten und Insekten sind in Gefahr. Die Gifte, die von Gentech-Pflanzen produziert werden, vernichten nicht nur Schädlinge, sondern gefährden auch Nutztiere wie Bienen. Unklar ist, was gentechnisch veränderte Nahrung für die menschliche Gesundheit bedeutet.
Gentechnik erzeugt Widerstand. Immer mehr Menschen wehren sich gegen genveränderte Nahrung und zerstören - im Süden wie im Norden – bei Feldbefreiungen Felder mit Genpflanzen . Tausende Landwirte haben ihre Ländereien zu gentechnikfreien Regionen zusammengeschlossen. Die Proteste zeigen Erfolg: Mit der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel in Deutschland, sind sie aus den Supermarktregalen verschwunden – die VerbraucherInnen wollen sie nicht!
INKOTA unterstützt Aktionen gegen Gentechnik und informiert in Deutschland über die Gefahren. In El Salvador unterstützt INKOTA zudem das BürgerInnennetzwerk gegen Gentechnik.
Grüne Gentechnik bezeichnet die Anwendung von Gentechnik in der Entwicklung und Züchtung von Agrarpflanzen. Dabei werden dem Erbgut der Pflanzen im Labor gezielt fremde Genabschnitte anderer Pflanzen, Tiere oder Kleinstlebewesen eingebaut. Ziel ist es, die Pflanzen gegen Schädlinge, Unkrautvernichtungsmittel und Krankheiten widerstandsfähiger zu machen. Auch Größe und Vitamingehalt sollen durch Genveränderungen gesteigert werden. Experimentiert wird vor allem mit Mais, Sojabohnen, Raps, Reis und Baumwolle.