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Evelyn Bahn

Meine Landwirtschaft – Meine Wahl

2011 ist das Jahr der Entscheidung

Die Europäische Union entscheidet im Jahr 2011 wie die gemeinsame Agrarpolitik der europäischen Länder nach 2013 aussehen soll. Dabei geht es um Subventionen, Klimaschutz und Artenvielfalt, Wasser- und Bodenqualität, regionale Entwicklung und Tierschutz, um die Wahl künftiger Technologien und nicht zuletzt um die Qualität unseres Essens und um unsere Gesundheit. Es geht um die Bekämpfung des Welthungers und um globale Gerechtigkeit.

Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union regelt, wie und zu welchen Bedingungen rund 56 Milliarden Euro Steuergelder aus dem EU-Agrarhaushalt verteilt werden. Nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbands bezahlen jeder Bürger und jede Bürgerin Europas etwa 100 Euro pro Jahr in den Agrarhaushalt der EU. Als SteuerzahlerInnen finanzieren wir damit die gemeinsame Agrarpolitik mit.

Die Reform der EU-Agrarpolitik geht daher jeden etwas an. Die europäische Agrarpolitik sollten wir deshalb nicht Lobbyisten überlassen. Sie ist eine Herausforderung für alle Steuerzahler, Verbraucherinnen und Wähler.

Zusammen mit einem breiten Bündnis von Organisationen und Initiativen hat INKOTA die Kampagne "Meine Landwirtschaft – Unsere Wahl" gestartet. Auf der Webseite der Kampagne konnte die TeilnehmerInnen der Aktion abstimmen, wofür ihre 100 Euro Steuergelder verwendet werden sollten: Soll die EU zukünftig regionale Vielfalt, Klima- und Naturschutz, den Fairen Handel und ökologischen Landbau fördern? Sollen billigere Lebensmittel gefördert werden? Oder die Gentechnikforschung? Welche Rolle soll der Tierschutz haben? Oder sollen gar keine Steuermittel mehr in die Landwirtschaft fließen? Unter www.meine-landwirtschaft. de/meinewahl können Sie die Ergebnisse der Aktion ansehen.

INKOTA demonstriert für einen
agrarpolitischen Richtungswechsel

Unter dem Motto "Wir haben es satt" haben im Januar 2011 INKOTA-AktivistInnen mit 22.000 anderen Menschen für einen agrarpolitischen Richtungswechsel demonstriert – weg von Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten, hin zu bäuerlich-ökologischer Landwirtschaft. Die hohe Beteiligung an der Demo machte deutlich, dass VerbraucherInnen bei der Gestaltung der europäischen Agrarpolitik mitentscheiden wollen.

INKOTA informiert weiter darüber, was auf EU-Ebene verhandelt wird, welche Position die Bundesregierung einnimmt und welche Auswirkungen die Agrarpolitik auf unsere Ernährung und die Bekämpfung des weltweiten Hungers hat.

Zur Fotogalerie der Demo "Wir haben es satt"

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