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CCC-Studie zur Schönfärberei der Discounter und der Klage gegen Lidl
(PDF 9,6 MB)
Wer bezahlt unsere Kleidung bei Lidl und KiK
(PDF, 3,3 MB)
(PDF, englisch, 460 KB)
Immer mehr Kunden wollen fair gehandelte "saubere" Produkte. Produkte, die unter sozial gerechten Arbeitsbedingungen hergestellt wurden. Deshalb werben nun auch Discounter vermehrt mit ihrer angeblichen sozialen Unternehmensverantwortung. Doch gerade im Textilbereich, in dem vor allem Frauen arbeiten, herrschen bedrückende Arbeitsbedingungen und Armutslöhne sind die Regel. Die Unternehmen betreiben also nur Schönfärberei, wie der pointierte Filmspot "Schön! Färber!" zeigt.

Deshalb hat die Kampagne für Saubere Kleidung im April 2010 eine Klage gegen die irreführende Werbung von Lidl unterstützt. Mit Erfolg, denn Lidl musste die Werbung zurückziehen.
Allerdings hat sich an den Arbeitsbedingungen der betroffenen ArbeiterInnen nichts geändert. Das deutsche Rechtssystem bietet bisher keine Möglichkeit, Unternehmen direkt für Arbeitsrechtsverletzungen bei ihren Zulieferern verantwortlich zu machen. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen haben aber leider nur wenig bewirkt.
Gegen die Schönfärberei der Discounter richtet sich die Transparenzkampagne des Netzwerks Unternehmensverantwortung (CorA) und der Supermarktinitative.
CCC-Studie zur Schönfärberei der Discounter und zur Klage gegen LIDL
PDF, 9.6MB
Die Clean Clothes Campaign (CCC) – Kampagne für Saubere Kleidung belegt diese Vorwürfe durch Recherchen. Die veröffentlichten Reporte zu Lidl/KiK (PDF, 3,3 MB) und anderen beschreiben die Situation in den Zulieferbetrieben von fünf großen Handelsketten in Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Thailand.
Die Discounter-Kampagne der deutschen CCC übt seit 2008 Druck auf Aldi, Lidl, KiK und die Politik aus. Die Kampagne wird nun auch auf internationaler Ebene weitergeführt. Der "Cashing In" Bericht (PDF, 460 KB) ist der Beginn der internationalen "Better Bargain Campaign" der CCC.
Die Einkaufspraktiken der Supermarktketten werden auch von der Supermarkt-Initiative ins Visier genommen, bei der auch INKOTA mitarbeitet. Weitere Infos unter www.supermarktmacht.de.