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Lars StubbeKoordination Eilaktionen
Kampagne für Saubere Kleidung

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Triumph International, Philippinen

Unermüdlicher Protest

Als im Juni 2009 die Fabrikschliessungen der zwei Triumph-Tochterfirmen "Triumph International Philippines Inc." and "Star Performance Inc." auf den Philippinen angekündet wurden, haben sich mehr als 300 ArbeiterInnen in eine Mahnwache zusammengeschlossen. Sie wollen verhindern, dass die Firma die Maschinenanlagen entfernt, bevor eine Einigung zwischen Management und Gewerkschaft erreicht wird. Obwohl es mehrere Zwischenfälle gab, bei denen die Mahnwache teils massiv gestört wurde, protestieren bis heute noch immer circa 100 Frauen weiter.

Mehrere Treffen mit einem nationalen Schlichtungsgremium ("National Mediation Conciliatory Board") haben bisher keine Lösung gebracht, denn Triumph International hat sich stets geweigert, über die Entlassungen und die Abfindungspakete zu verhandeln. Stattdessen reichte Verwaltungsstelle "Food Terminal Incorporated", welche die Industriezone verwaltet, eine einstweilige Verfügung gegen die ArbeiterInnen der Triumph-Gewerkschaft ein.

Gerichtsdokumente belegen, dass Triumph International der Zonenverwaltung fixe Einrichtungen versprochen hat, wenn diese die bewegliche Ausstattung an Triumph International ausliefert. Neben der einstweiligen Verfügung zur Räumung des Geländes fordert die "Food Terminal Incorporated" Schadensersatzforderungen für entgangene Mieten der ehemaligen Triumph-Fabrikräumlichkeiten von monatlich rund 1.5 Mio. Pesos; bis zum heutigen Zeitpunkt summiert sich das auf mehr als 7 Mio. Pesos, was circa 117.000 Euro entspricht.

Doch die Gewerkschafterinnen geben nicht auf! Sie wollen eine Kooperative gründen, um sich ein eigenes Einkommen zu verdienen. Unter dem Label "Maria"™s Solidarity Collection" stellen sie im improvisierten Produktionsbetrieb während des Protests auf der Fabrik Hosen, Tops und Taschen her.