Ihre Spende für eine unabbhängige Kampagnenarbeit. Jetzt online Spenden!
Unterstützen Sie die Eilaktionen! Jetzt online Protest-Mails abschicken!
Bangladeschische ArbeitsrechtlerInnen verhaftet
Lars StubbeKoordination Eilaktionen
Kampagne für Saubere Kleidung
Tel.: 030 - 42 08 202-52
Fax: 030 - 42 08 202-10
stubbe[at]inkota.de
Der Entzug der NRO-Registrierung scheint mit der Unterstützung von BCWS für den Aufbau einer unabhängigen Gewerkschaft in einer bestimmten Fabrik zusammenzuhängen. Nach Einschüchterungen und Schikanen gegen die Gewerkschaft haben die GewerkschaftsleiterInnen im April 2010 BCWS kontaktiert und um Hilfe gebeten, um den Konflikt in der Fabrik zu lösen. Die Fabrikbesitzer sind ehemalige Militäroffiziere, die möglicherweise ihren politischen Einfluss genutzt haben, um BCWS die NRO-Registrierung entziehen zu lassen. Obwohl die zuständige Stelle BCWS bis zum 10. Juni nicht offiziell über den Entzug der Registrierung informiert hatte, wusste die betroffene Fabrik bereits vorher davon und hat am 6. Juni die ArbeiterInnen informiert, dass BCWS schliessen werde – vier Tage bevor BCWS die offizielle Ankündigung bekommen hatte.
Am 19. Juni, drei Tage nach der Verhaftung von Aminul Islam, hat die Fabrik gegen Aminul Islam und Babul Akhter sowie 57 NäherInnen Strafanzeige eingereicht, da diese die Fabrikmanager geschlagen, vandalisiert und Eigentum der Fabrik gestohlen hätten. BCWS berichtete von Übergriffen lokaler Schlägertruppen gegen die NäherInnen in und außerhalb der Fabrik. Von 40 verletzen NäherInnen in der Fabrik berichtete am 22. Juli auch das bangladeschische Fernsehen.