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Lars StubbeKoordination Eilaktionen
Kampagne für Saubere Kleidung
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adidas hat bis November 2010 in dem indonesischen Zulieferbetrieb PT Kizone (Indonesien) produzieren lassen. Im April 2011 wurde das Werk überraschend geschlossen und 2800 ArbeiterInnen arbeitslos. Die ihnen sowohl nach indonesischem Recht, internationalen Arbeitsstandards und dem adidas Verhaltenskodex zustehenden Abfindungszahlungen, haben sie allerdings bis heute nicht erhalten. adidas weigert sich trotz Rekordumsatz, die ausstehende Summe von 1,8 Millionen US-$ zu zahlen.

Einige der schicken Jeans werden unter extrem gesundheitsgefährdenden Bedingungen veredelt. Das sogenannte Sandblasting schädigt vor allem die Lungen der ArbeiterInnen, die nicht ausreichend gegen den gefährlichen Staub geschützt sind. Allein in der Türkei erkrankten schätzungsweise 4.000 bis 5.000 ArbeiterInnen bereits an der aus dem Bergbau bekannten Krankheit Silikose, mindestens 46 ArbeiterInnen sind bereits verstorben.

Im Kontext des Streiks der TextilarbeiterInnen in Bangladesch im Sommer 2010 geht die Regierung massiv gegen das Bangladesh Centre for Worker Solidarity (BCWS) vor. Die Nichtregierungsorganisation hatte ihre Registrierung verloren. Ihre MitarbeiterInnen wurden bedroht. Die Direktorin und ihr Stellvertreter sind Mitte August verhaftet worden. Die Arbeiterorganisation unterstützt ArbeiterInnen und führt fundierte Recherchen zur Bekleidungsindustrie durch.

Im Sommer entließ der Dessoushersteller Triumph International 1660 Arbeiterinnen aus gewerkschaftlich organisierten Zuliefererfabriken auf den Philippinen. Da sie keine angemessenen Entschädigungen erhalten haben, protestieren sie seitdem auf dem Fabrikgelände. Philippinische Sicherheitskräfte versuchen nun, ihren Protest zu unterbinden.

Nachdem die Fabrik Body Fashion Thailand im Sommer 2008 die Gewerkschaftspräsidentin Jitra Kotshadej entließ und andere Gewerkschaftsmitglieder diskriminierte, werden nun systematisch ArbeiterInnen bei Zulieferern von Triumph International in Thailand und den Philippinen aus Fabriken entlassen, die gewerkschaftlich gut organisiert sind.

Im April 2010 jährt sich zum fünften Mal der Einsturz der Spectrum-Fabrik in Bangladesch, bei dem 64 Menschen starben und 80 ArbeiterInnen verletzt wurden.

Ende Februar ist die Fabrik Garib&Garib in Bangladesch niedergebrannt. 21 Menschen starben, 50 weitere wurden verletzt. In der Fabrik wurden grundlegende Sicherheits-
maßnahmen nicht eingehalten. Das schwedische Mode-
unternehmen H&M zählt zu
den Einkäufern.

Der türkische Heimtextilienhersteller Menderes Tekstil ignoriert gravierende Sicherheitsmängel und geht gezielt gegen Gewerkschaftsaktivitäten vor. Zu den Einkäufern der Exportfabrik zählen Ikea, Otto und Ibena.

Indonesische GewerkschafterInnen werden bei Adidas-Zulieferern diskriminiert. Sie erhalten keine neuen Jobs, nachdem die Fabrik PT Spotec im November 2006 geschlossen und sie unfairerweise aus der Fabrik PT Panarub im Oktober 2005 entlassen worden waren.

In den letzten Jahren ist das Zentrum für Wanderarbeiter in Shenzhen, China immer wieder angegriffen worden. Der Gründer Huang Qing-nan war im November 2007 schwer verletzt worden.