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Ansprechpartner

Lars StubbeKoordination Eilaktionen
Kampagne für Saubere Kleidung

Tel.: 030 - 42 08 202-52
Fax: 030 - 42 08 202-10
stubbe[at]inkota.de

Eilaktionen bringen Erfolge

Protestaktion gegen Tchibo in Hamburg in 2004
Protestaktion gegen Tchibo in Hamburg in 2004

Die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) informiert KonsumentInnen über die Produktionsverhältnisse in der Bekleidungsindustrie und bringt Arbeitsrechtsverletzungen bei Textilunternehmen ans Licht. Mit den Eilaktionen mobilisiert die Kampagne tausende Menschen weltweit. Sie fordern die Unternehmen auf, internationale Arbeitsstandards einzuhalten und gegen Arbeitsrechtsverletzungen in Zuliefererbetrieben vorzugehen. Die Unternehmen geraten so ins Auge der Öffentlichkeit. In vielen Fällen werden die Unternehmen aus Furcht vor einem drohenden Imageschaden aktiv. Die Kampagne für Saubere Kleidung hat so bereits nennenswerte Erfolge erzielt und konnte Arbeitsrechtsverletzungen stoppen.

Tchibo ändert Einkaufspraxis

Mit einer großen Protestaktion ging die Kampagne für Saubere Kleidung im Jahr 2005 gegen das Unternehmen Tchibo vor. Tchibo lässt die Kleidung ihres Sortiments vor allem in Bangladesch produzieren. In Tchibos Zulieferfabriken kam es zu vielen Verstößen gegen internationale Arbeitsrechte, wie zum Beispiel Entlassungen von GewerkschafterInnen. Nach einem Jahr des zähen Protests und Verhandlungen mit der Kampagne willigte Tchibo ein, Verantwortung zu übernehmen. Sie setzten sich für die Wiedereinstellung der GewerkschafterInnen ein und schickten eine Beratungsfirma nach Bangladesch, um die Vorfälle zu klären. Für langfristige Veränderungen stellten sie einen Referenten für Sozial- und Arbeitsstandards ein und passten ihren Verhaltenskodex den Forderungen der Kampagne für Saubere Kleidung an.

Protestaktion gegen Adidas in Berlin im April 2008
Protestaktion gegen Adidas in Berlin im April 2008

Adidas und Nike zahlen Entschädigungen

In der Dominikanischen Republik konnten die Protestaktionen der Kampagne für Saubere Kleidung zwar nicht die Schließung der Fabrik BJ&B und damit die Entlassung von mehr als 2.000 ArbeiterInnen verhindern, aber immerhin kam es zu Entschädigungszahlungen für die ArbeiterInnen. In der Fabrik hatten die Sportunternehmen Adidas-Reebok und Nike produziert. Nach einem langen Kampf hatten die ArbeiterInnen Verbesserungen und die Anerkennung der Gewerkschaft erreicht. Der Mutterkonzern Yupoong verlegte allerdings die Produktion im Februar 2007 nach Vietnam und Bangladesch. Auf Druck der Clean Clothes Campaign zahlten die Unternehmen Entschädigungen, die um drei Monatsgehälter über dem lagen, was gesetzlich vorgesehen ist, und spendeten an die Gewerkschaft, um dort Bildungsprojekte zu finanzieren.

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