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Ikea, Otto und Ibena – Menderes Tekstil, Türkei

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Mederes-Verletzung
Der ehemalige Menderes-Arbeiter Habib Basisci zeigt seine Narbe, die von einem Arbeitsunfall 2003 stammt.

In den letzten Jahren starben vier ArbeiterInnen in der Fabrik Menderes Tekstil. Bei dem letzten Unfall am 20. November 2008 verunglückte ein Arbeiter tödlich, als er in den Lüftungsschacht eines Kohleheizers fiel. ArbeiterInnen berichteten, dass die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten worden waren, die diesen Unfall verhindern hätten können. Nach dem tragischen Unfall wies die Geschäftsführung drei Arbeitskollegen an, den Körper des Unfallopfers aus dem Schacht zu holen. Da wiederum keine Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet wurden, erlitten die drei Vergiftungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Um gegen die schlechten Arbeitsbedingungen vorzugehen, hatte die türkische Textilgewerkschaft TEKSIF im März 2008 begonnen, die ArbeiterInnen zu organisieren. Die Menderes-Geschäftsführung jedoch drohte den GewerkschafterInnen mit Versetzungen und Entlassungen. Zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder, die sich weigerten, aus der Gewerkschaft auszutreten, verloren ihre Arbeit. Als sie Beschwerden bei türkischen Arbeitsgerichten einreichten, drohte die Menderes-Geschäftsführung ihnen erneut und entließ ihre Familienangehörigen.

Im August 2008 demonstrierten die ArbeiterInnen daraufhin für 190 Tage vor der Fabrik. Sie forderten die Anerkennung der Gewerkschaft und Verhandlungen mit der Fabrikleitung. Allerdings hat sich die Menderes-Tekstil-Geschäftsführung bis heute dazu nicht bereit erklärt, sondern diskriminiert die GewerkschafterInnen weiterhin.

Die Fabrik, die in Denzil im Südosten des Landes liegt, stellt Bettwäsche für den heimischen Markt und den Export her. Neben Ikea, Otto und Ibena kaufen auch das deutsche Texilunternehmen Horizonte Textil GmbH, die französische Kette Carrefour sowie die US-amerikanischen Unternehmen Wal-Mart, Target und Kohls dort ein.

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