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Ernährungssouveränität für KleinbäuerInnen

Ställe und Gemüse für eine selbstbestimmte Entwicklung

Das an der mexikanischen Grenze gelegene Departement San Marcos ist eine der von Krieg, Landmangel und Armut am stärksten betroffenen Regionen Guatemalas. Im dortigen Hochland leben die Menschen in größter Armut. Im Jahr 2005 hat der verheerende Hurrikan Stan die Bevölkerung dort  besonders stark getroffen.

Die Landpastorale der Diözese von San Marcos (Pastoral de la Tierra) unterstützt KleinbäuerInnen in rund 100 Gemeinden auf ihrem Weg in die Ernährungssouveränität. Sie steht den BäuerInnen bei Landproblemen zur Seite, führt landwirtschaftliche und ökologische Ausbildungsmaßnahmen und Projekte durch und sorgt für den Aufbau eigener organisatorischer Strukturen sowie für ein Kleinkreditprogramm. Mit dieser Förderung können die Menschen in San Marcos ihre Entwicklung selbst in die Hand nehmen. Besonderen Wert legt die Pastorale darauf, Frauen zu stärken und ihre Integration in die kommunalen Landwirtschaftskomitees voranzubringen.

INKOTA unterstützt ein Projekt der Landpastorale in den zwei sehr armen Gemeinden Unión Reforma und Zona 3 zur konkreten Verbesserung der Lebenssituation der BewohnerInnen. Es setzt an vorangegangenen Aktivitäten zur Tierhaltung und Gemüseproduktion und der bereits bestehenden kommunalen Selbstorganisation an.

Verbesserte Tierhaltung, Biodünger- und verbesserte Gemüseproduktion

Ein Maurer baut jeweils mit mehreren Familien neue Stallungen für deren Tiere und lernt dabei für die Zukunft einzelne Familienmitglieder an. Die Ställe dienen zum einen der verbesserten Tierhaltung. Zum anderen werden Mist und Tierurin gewonnen, mit Hilfe dessen die Kleinbäuerinnen und -bauern künftig flüssigen Biodünger für eine gesteigerte Gemüseproduktion herstellen können. Auf 15  ganzjährig nutzbaren Parzellen sollen verschiedene Gemüsesorten angebaut werden.

Weiterbildung und Erfahrungsaustausch

Die Familien werden an allen Projektschritten beteiligt und kontinuierlich weitergebildet. Sie erhalten Einführungsworkshops zum Bau der Ställe, zur Tierhaltung, zur Herstellung natürlichen Tierfutters, Biodüngers und organischer Gemüseproduktion, und tauschen sich mit anderen Projektgemeinden der Landpastorale über Erfahrungen aus. Außerdem ist die Frauenförderung bei dem Projekt von besonderer Wichtigkeit: Sie sind es, die zumeist für Tierhaltung und Gemüseproduktion und für die Versorgung der Familie generell verantwortlich sind - oft in Abwesenheit ihrer migrierten Männer.

Projektinfo

Projekt: Stallbau und Gemüseproduktion im guatemaltekischen Hochland
OrtGemeinden Unión Reforma und Zona 3 im Landkreis Sibinal
PartnerPastoral de la Tierra, San Marcos, Guatemala
LaufzeitApril 2010 bis Juli 2011
Kosten13.840  Euro
Spendenbedarf1.840 Euro
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