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1925 in Granada geboren, studiert Ernesto Cardenal Literatur in Nicaragua, Mexiko und in den USA. Nach dem Studium arbeitete er in Nicaragua als Herausgeber und verfasst seine „historischen Gedichte“. 1954 beteiligt er sich an der „April-Rebellion“ gegen den Diktator Somoza, die niedergeschlagen wird. Nach einem zweijährigen Klosteraufenthalt studiert er in Mexiko Theologie und wird 1965 in Nicaragua zum Priester geweiht. Er gründet die christliche Basisgemeinde von Solentiname, wo er bis zu seiner Exilierung 1977 lebt. In dieser Zeit entstanden mehrere literarische Werke, unter anderem „Das Evangelium der Bauern von Solentiname“. Im Exil warb Cardenal um Unterstützung für die Sandinistische Befreiungsfront (FSLN) und wurde nach dem Sieg der Revolution 1979 Kulturminister. Mit „Canto Cósmico“ veröffentlichte er 1989 sein umfangreichstes lyrisches Werk. 1980 erhielt Cardenal den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Seit er in den 90er Jahren die FSLN verlassen hat, gehört er zu den profiliertesten Kritikern der ehemaligen Revolutionspartei und ihres umstrittenen Chefs Daniel Ortega.
Über die Projektarbeit des INKOTA-netzwerks sagt Ernesto Cardenal: „Wir in Nicaragua sind sehr dankbar für eure Unterstützung von Projekten im Bereich der Menschenrechte, der ländlichen Entwicklung und von Frauenorganisationen. Diese Arbeit ist beispielhaft und deshalb erhält sie meine Unterstützung.“