Machen Sie mit Ihrer Stimme Druck!
Immer wieder zeigen Online-Protestaktionen große Wirkung. Wenn tausende BürgerInnen eine Protestmail verschicken, steigt der öffentliche Druck auf politische EntscheidungsträgerInnen. Es ist wichtig, dass viele Menschen mit ihrer Stimme ein Zeichen gegen die verheerenden Auswirkungen der Agrokraftstoffproduktion setzen.Afrokolumbianische Gemeinden brauchen Ihre Unterstützung.
9411 Stimmen gegen Landvertreibung
Im November findet die Übergabeaktion an die Kolumbianische Botschafterin in Berlin statt. Machen Sie mit und schreiben Sie eine Protestmail an den Kolumbianischen Präsidenten oder bestellen Sie die Protestpostkarten bei INKOTA.
Versendete Protestmails: 3169
Gesammelte Protestpostkarten: 6242
Gesammelte Protestpostkarten: 6242
Die Gemeinden versuchen seit Jahren, auf ihr Land zurückzukehren, werden aber immer wieder von paramilitärischen Gruppen unter Druck gesetzt. Dabei besitzen die vertriebenen Familien die kollektiven Landtitel, die vom Staat jedoch nicht durchgesetzt werden. Der kolumbianische Staat ist völkerrechtlich dazu verpflichtet, die Menschenrechte in seinem Land zu respektieren. Dazu zählt auch der Zugang zu Land.
Beteiligen Sie sich online an der Protestaktion "Geben sie uns das Land zurück, Herr Präsident!" und fordern Sie vom Präsidenten der Republik Kolumbien die Rückgabe von besetztem Land, dass nun für die Palmölproduktion genutzt wird.
Je mehr Menschen sich an der Aktion beteiligen, desto größer wird der Druck auf die kolumbianische Regierung. Jede Stimme zählt!
Deutsche Übersetzung:
Sehr geehrter Herr Präsident Álvaro Uribe Vélez,
ich schreibe Ihnen aus Sorge um die Rechte auf Leben, persönliche Unversehrtheit, Nahrung, sowie das Recht auf Land der afrokolumbianischen Gemeinden am Jiguamiandó und Curvaradó in der Provinz Chocó. Das kollektive Land der Gemeinden wurde illegal besetzt und wird für die Pflanzung von Ölpalmen benutzt. Durch massive Abholzungen wird die Lebensgrundlage der Gemeinden zerstört. Gemeindemitglieder wurden bedroht, gefoltert und bei dem Versuch, auf ihr Land zurückzukehren, von Paramilitärs ermordet.
Um die internationalen Verpflichtungen der Menschenrechte, die der kolumbianische Staat vertraglich eingegangen ist, zu erfüllen, appelliere ich an Sie, umgehend Maßnahmen einzuleiten, welche:
- die Rückgabe des besetzten Landes an die Gemeinden und ihre Rückkehr sicherstellen. Dies bezieht die Entschädigung für allen erlittenen Schaden, inklusive der Umweltschäden ein;
- die Verantwortlichen für den illegalen Anbau von Ölpalmen auf dem Land der Gemeinden Jiguamiandó und Curvaradó zur Rechenschaft ziehen;
- die begangenen Straftaten gegenüber den Mitgliedern der Gemeinden aufklären, die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und die paramilitärischen Gruppen im Gebiet endgültig auflösen;
- die freie Entscheidung der Gemeinden über die Art und Weise der Nutzung ihres Landes respektieren.
